Ein Mann, der barfuß über den Boden läuft

Warum sollten wir nicht barfuß oder in Sandalen laufen?

Barfuß oder in Sandalen und Flip-Flops zu gehen oder zu laufen mag bequem und natürlich erscheinen, doch mittelfristig fordert dies seinen Tribut von den Füßen. Das richtige Schuhwerk ist keine Laune: Es erfüllt Schutz-, Dämpfungs- und Stützfunktionen, die der Fuß benötigt, insbesondere wenn Sie viel zu Fuß unterwegs sind oder Sport treiben.

Die Risiken des Barfußgehens oder -laufens

Ohne eine schützende Sohle ist der Fuß Schnittverletzungen, Stößen, Einstichen und Verbrennungen (beispielsweise auf heißen oder unebenen Böden) ausgesetzt. Da zudem die Dämpfung fehlt, wird bei jedem Schritt eine stärkere Belastung auf die Fußsohle, die Fersen und die Gelenke übertragen, was zu Plantarfasziitis, Fersenschmerzen oder Überlastungen führen kann. Auf öffentlichen Böden (Schwimmbäder, Umkleideräume) kommt das Risiko einer Ansteckung mit Pilzen und Dornwarzen hinzu.

Und was ist mit Flip-Flops oder Sandalen? Warum eignen sie sich nicht für längere Spaziergänge?

Flip-Flops bieten dem Fuß kaum Halt: Damit sie nicht vom Fuß rutschen, neigen die Zehen dazu, sich ständig festzuklammern, was die Muskulatur überlastet und den Gang beeinträchtigt. Außerdem bieten sie weder Dämpfung noch Fußgewölbestütze. Gelegentliches Tragen ist unbedenklich; problematisch wird es jedoch, wenn man sie den ganzen Sommer über als Standardschuhe trägt, insbesondere beim Zurücklegen langer Strecken.

Was macht das richtige Schuhwerk aus?

  • Schutz vor Stößen, Schnitten und aggressiven Oberflächen.
  • Stoßdämpfung bei jedem Schritt.
  • Halt und Stabilität für Fuß und Sprunggelenk.
  • Druckverteilung, die eine Überlastung des Vorfußes und der Ferse verhindert.

Gibt es Situationen, in denen es von Vorteil ist, barfuß zu gehen?

Ja, allerdings mit Einschränkungen. Barfußlaufen zu Hause oder auf sicheren Untergründen (Rasen, Sand) für kurze Zeit kann dazu beitragen, die Fußmuskulatur zu stimulieren. Nicht empfehlenswert ist es jedoch, regelmäßig lange Strecken barfuß zu gehen oder zu laufen, ebenso wenig wie bei Diabetes, Gefühlsstörungen oder einer Fußerkrankung.

Anzeichen dafür, dass Ihre Schuhe nicht zu Ihnen passen

Häufige Beschwerden an der Fußsohle, der Ferse oder den Zehen; das Auftreten von Hornhaut oder Scheuerstellen; vorzeitige Ermüdung beim Gehen; oder eine sehr ungleichmäßige Abnutzung der Sohle. Sollten Sie eines dieser Anzeichen bemerken, sollten Sie Ihr Schuhwerk überprüfen und, falls die Beschwerden anhalten, einen Arzt konsultieren.

Wann sollten Sie einen Podologen aufsuchen?

Wenn Sie häufig unter Fußschmerzen leiden, sich Hornhaut immer wieder bildet oder Sie den Verdacht haben, dass Ihr Gangbild nicht optimal ist, helfen Ihnen eine podologische Untersuchung und gegebenenfalls eine Ganganalyse dabei, das richtige Schuhwerk auszuwählen und Verletzungen vorzubeugen. Wenn Sie heute darauf achten, worauf Sie treten, investieren Sie langfristig in die Gesundheit Ihrer Füße.

Häufig gestellte Fragen

Ist es schlecht, zu Hause barfuß zu laufen? Bei kurzen Zeiträumen und auf sicheren Untergründen ist dies nicht unbedingt ein Problem; es trägt sogar zur Stärkung der Fußmuskulatur bei. Problematisch wird es jedoch, wenn Sie dies über viele Stunden hinweg tun oder wenn Sie an Diabetes, Schmerzen oder Fehlstellungen beim Gehen leiden.

Sind Minimal- oder „Barefoot“-Laufschuhe empfehlenswert? Sie können für bestimmte Läuferprofile durchaus ihre Berechtigung haben – allerdings immer nur schrittweise –, sind jedoch weder für jeden geeignet noch als Einstieg in das Laufen langer Strecken. Bevor Sie einen radikalen Wechsel Ihrer Laufschuhe vornehmen, sollten Sie Ihren Laufstil analysieren.

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