In der Clínica San Román ist die minimalinvasive Chirurgie (MIS) oder perkutane Chirurgie unsere bevorzugte Methode zur Behandlung vieler Fußbeschwerden. Allerdings kursieren diesbezüglich zahlreiche falsche Vorstellungen. Eines der am weitesten verbreiteten Vorurteile ist die Annahme, dass ein Hallux valgus „mit dem Laser operiert“ wird. Wir erklären Ihnen anschaulich, was daran wahr ist und was nur ein Mythos ist.
Wird ein Hallux valgus mit dem Laser operiert? Der am weitesten verbreitete Mythos
Nein. Um einen Ballenzeh (Hallux valgus), Krallenzehen oder Hammerzehen zu korrigieren, muss am Knochen gearbeitet werden, und der Laser schneidet oder formt keinen Knochen um. Die Korrektur erfolgt mittels perkutaner Chirurgie: Dabei werden millimeterkleine Schnitte vorgenommen, durch die der Chirurg mit speziellen Instrumenten arbeitet. Der Laser hingegen ist anderen Fachgebieten (Dermatologie, Augenheilkunde) sowie der Behandlung von Weichteilen vorbehalten, nicht jedoch der Korrektur von Knochendefekten im Vorfußbereich.
Was versteht man eigentlich unter der perkutanen Chirurgie des Fußes?
Bei der perkutanen Chirurgie oder minimalinvasiven Chirurgie wird die Fehlstellung über wenige Millimeter große Schnitte korrigiert, ohne dass größere Öffnungen erforderlich sind. Sie wird ambulant und unter örtlicher Betäubung durchgeführt: Der Patient kommt in die Klinik, wird operiert und kehrt noch am selben Tag zu Fuß nach Hause zurück. Da das Gewebe so schonend wie möglich behandelt wird, verläuft die postoperative Phase in der Regel angenehmer, mit minimalen Schmerzen und einer schnelleren Genesung als bei der traditionellen offenen Chirurgie.
Wozu wird der Laser also in der Podologie eingesetzt?
Der Laser und andere Technologien haben zwar durchaus ihre Berechtigung, jedoch bei der Behandlung von Weichteilen und der Haut, nicht jedoch bei Knochen. Es ist ratsam, diese beiden Bereiche nicht zu verwechseln:
- Korrektur von Hallux valgus, Krallenzehen und Hammerzehen: perkutane Chirurgie (wirkt auf den Knochen ein).
- Haut- und Nagelveränderungen (Dornwarzen, Papillome, eingewachsener Zehennagel): Je nach Fall kommen Verfahren wie die Swift®-Mikrowellenbehandlung, Nagelchirurgie oder andere spezifische Behandlungen zum Einsatz.
Welche Erkrankungen behandeln wir mit perkutaner Chirurgie?
- Ballenzehen (Hallux valgus)
- Krallenzehen und Hammerzehen
- Metatarsalgie
- Weitere Fehlstellungen des Vorderfußes
Jeder Fuß ist anders, weshalb die Indikation und die konkrete Technik erst nach einer individuellen Beurteilung festgelegt werden.
Vorteile der minimalinvasiven Technik
- Geringere Gewebebelastung: Die millimetergroßen Schnitte verringern die Schädigung im Umfeld des behandelten Bereichs.
- Ambulante Operation: ohne stationäre Aufnahme; der Patient kehrt noch am selben Tag nach Hause zurück.
- Lokalanästhesie: Die mit einer Vollnarkose verbundenen Risiken werden vermieden.
- Erträglichere postoperative Phase: mit minimalen Schmerzen und in der Regel einer schnelleren Genesung.
- Minimale Narben: kaum sichtbar, da keine großen Schnitte erforderlich sind.
Weitere verbreitete Mythen über Fußoperationen
„Eine Operation bei Hallux valgus tut sehr weh.“ Bei der perkutanen Technik wird der Eingriff unter Lokalanästhesie durchgeführt, und die postoperative Phase lässt sich gut mit üblichen Schmerzmitteln bewältigen; die meisten Patienten beschreiben die Situation als erträglicher, als sie erwartet hatten.
„Man muss monatelang krankgeschrieben sein und einen Gips tragen.“ Die meisten Patienten können bereits in den ersten Tagen mit Spezialschuhen gehen und nehmen je nach Einzelfall innerhalb weniger Wochen ihre gewohnten Aktivitäten wieder auf.
„Es werden immer Schrauben verwendet.“ Die perkutane Chirurgie ermöglicht es in vielen Fällen, die Deformität ohne Fixierung mit Schrauben oder Nadeln zu korrigieren.
In der Clínica San Román, die auf über 45 Jahre Erfahrung zurückblicken kann und als europäischer Pionier auf dem Gebiet der perkutanen Chirurgie des Fußes gilt, helfen wir Ihnen dabei, fundierte Informationen von Mythen zu unterscheiden. Sollten Sie Fragen zu Ihrem Fall haben, empfehlen wir Ihnen eine individuelle Untersuchung durch unser Team.



